Wind erzeugt an Luvseiten Überdruck und an Leeseiten Unterdruck. Kombinieren Sie Öffnungen so, dass frische Luft hinein und verbrauchte hinaus findet, ohne Schleifen. Vermeiden Sie Engstellen, räumen Sie Querschnitte frei, und planen Sie Öffnungszeiten nach Tagesgang, damit die Luftbewegung angenehm, leise und zielgerichtet bleibt.
Warme Luft steigt, kühle Luft folgt nach. Ein höher gelegener Auslass, ein tiefer gelegener Einlass und ein durchgängiger vertikaler Kanal erzeugen einen sanften Sog. Nutzen Sie Treppenhäuser, Dachflächenfenster oder Oberlichter, sichern Sie Insektenschutz, und kontrollieren Sie Zugerscheinungen durch justierbare Spaltlüftung statt großer, unkontrollierter Öffnungen.
Effektive Querlüftung braucht freie Sichtachsen für die Luft. Öffnen Sie ein Fenster zur Windseite, eines zur abgewandten Seite, und halten Sie Türen im Luftpfad aufgelegt oder mit Spalt. Entschärfen Sie Schrankfronten, schwere Vorhänge oder tiefe Simse, die Ströme ablenken. Schon wenige Zentimeter Klarheit steigern die Wirkung deutlich.
Abgerundete Laibungen oder schlanke Leitbleche vermindern Verwirbelungen direkt hinter dem Fenster. So entsteht ein klarer, leiser Luftfaden entlang der Decke, der tief in den Raum zieht. Diese feinen Details sind oft unsichtbar, aber spürbar, und lassen sich meist ohne Schmutz, schnell und mit überschaubarem Budget umsetzen.
Kombinieren Sie Insektenschutz, Einbruchhemmung und Kindersicherung mit ausreichendem Querschnitt. Schlitzlüfter, abschließbare Griffe und stabile Ketten sichern offene Fenster, wenn Sie schlafen. So bleibt die Nachtlüftung verlässlich, ohne Sorgen. Einmal sauber geplant, wird Komfort zur Routine und die Lüftung verliert jede Abhängigkeit von unsicheren Spontanentscheidungen.