Die wirksame Tiefe orientiert sich an Fensterhöhe und Breitengrad. Eine leichte Neigung verhindert stehendes Wasser, während Tropfkanten Verschmutzung minimieren. Schattenverlaufstests zeigen, ob die Auskragung Sommerstrahlung wirksam stoppt und Wintersonne zulässt. Kleine seitliche Flügel helfen gegen schräges Licht. Wichtig ist die Abstimmung mit Sonnenschutzverglasung, Innenrollos und Lüftung, damit alle Schichten zusammenarbeiten und Komfort über den Tages- und Jahresverlauf konstant bleibt.
Holz bietet warme Haptik und geringe graue Energie, benötigt jedoch Pflege und konstruktiven Holzschutz. Aluminium ist leicht, formstabil und korrosionsresistent, kann aber stark reflektieren, weshalb matte Oberflächen sinnvoll sind. Stahl erlaubt schlanke Strukturen, erfordert jedoch sorgfältigen Korrosionsschutz. Glas schafft Helligkeit, benötigt Abtropfkanten und Sonnenschutzbeschichtung. Jedes Material prägt Dauerhaftigkeit, Wartungsaufwand, Nachhaltigkeit und Ausdruck. Die Wahl sollte Klima, Nutzung und Architektur gleichermaßen berücksichtigen.
Bei einer Sanierung eines 60er-Jahre-Mehrfamilienhauses senkte ein neu dimensioniertes Vordach die sommerliche Raumtemperatur im Treppenhaus um zwei Grad, ohne das Tageslicht zu opfern. Eine zurückhaltende Aluminiumkonstruktion mit tiefer Tropfkante hielt Regen von der Holzhaustür fern, reduzierte Reinigung und steigerte die Aufenthaltsqualität im Eingangsbereich. Bewohner berichteten von spürbar angenehmeren Abenden, weniger Blendung und einem klareren, freundlicheren ersten Eindruck beim Heimkommen.